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HDTV-Gütesiegel
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Für ein neues Großbild-Fernsehgerät - ganz gleich, ob LCD - oder Plasma-Schirm , ob Rück- oder Frontprojektor - heißt das konkret: Ist das Modell der engeren Wahl auch in der Lage, die Signale künftiger, der heute üblichen Technik deutlich überlegener Fernsehstandards in der vollen Qualität wiederzugeben? Spätestens mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wird sich High-Definition-TV, kurz HDTV , auch in Europa etablieren. In den USA, in Japan und in anderen Regionen der Welt gehört HDTV bereits zum Medienalltag. Während unser heutiges, konventionelles Fernsehen im PAL -Standard die Fernsehbilder in Europa mit 576 sichtbaren Zeilen überträgt, werden HDTV -Bilder mit 720 oder gar mit 1080 Zeilen im Breitbild -Format 16:9 ausgestrahlt. Das erheblich feinere Bildraster - Techniker sprechen von einer etwa fünfmal höheren Auflösung - steht für eine Detailschärfe und eine Klarheit, die dem Begriff des Heimkinos eine ganz neue, wörtlich zu nehmende Bedeutung verleiht. Gleichzeitig mit der Einführung des HD-Fernsehens werden auch neue Video-Medien mit HD-Auflösung auf den Markt kommen, etwa die Blu-ray Disc oder die HD-DVD , beides potentielle Nachfolge-Formate der heutigen DVD. ![]()
Taugt das Wunschgerät von heute also bereits für die superscharfen HDTV-und HD-Video-Bilder von morgen? Diese Frage lässt sich künftig auf einen Blick klären: Die EICTA, eine europäische Organisation der Unterhaltungselektronik-, IT- und Telekommunikations-Industrie, hat ein Logo entwickelt, das für HDTV- und HD-Video geeignete Geräte zweifelsfrei identifiziert. Großbild-Fernseher und Projektoren mit dem Schriftzug "HD ready" erfüllen demnach alle technischen Voraussetzungen, um die revolutionäre neue Bildqualität ungeschmälert ins Wohnzimmer zu bringen.
Die Verleihung des "HD ready"-Gütesiegels ist nach den Regeln der EICTA an folgende Bedingungen geknüpft:
"Die Definition von Bedingungen für die HD-Kennzeichnung von Bildschirmen verdeutlicht den realen Fortschritt bei der Einführung von HDTV in Europa und demonstriert die Entschlossenheit unserer Organisation, sowohl aktiv die Rahmenbedingungen für eine digitale Wirtschaft auszuarbeiten als auch die Herausforderungen und die Vorzüge der Innovation vorbehaltlos anzunehmen", sagte Rudy Provoost, CEO von Philips Consumer Electronics in seiner Eigenschaft als EICTA-Präsident und Vorsitzender des Vorstandes.
Dr. Rainer Hecker, Vorstands-Vorsitzender der Loewe AG und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), Frankfurt, sieht in der Festlegung eines einheitlichen Logos für HD-taugliche Geräte vor allem auch eine deutlichen Gewinn an Entscheidungs- und Planungssicherheit für die Konsumenten: "Mit der Kennzeichnung 'HD ready' wird der Markt für unsere Endkunden wesentlich transparenter. Zukunftssichere Geräte, die hoch auflösende Bilder künftiger HDTV-Übertragungen und HD-Videomedien verarbeiten und darstellen können, lassen sich nun auf einen Blick erkennen. Die Technik für eine ganz neue Erlebnisqualität am Bildschirm bieten wir heute schon an. Wer sich bewusst für sie entscheidet, muss keine Datenblätter mehr studieren - ein Blick auf das 'HD ready'-Logo genügt."
Übrigens: Für die Kennzeichnung von HD-tauglichen Geräten hat die EICTA zwei Logo-Varianten festgelegt, einen positiven und einen negativen Schriftzug.
Auch wenn die Geschichte des Fernsehens schon ins vorletzte Jahrhundert zurück reicht (Paul Nipkow entwickelte den "elektrischen Teleskopen" bereits 1884) - seinen Start zum Massenmedium erlebte das Fernsehen erst in der Nachkriegszeit, genauer: am 1. Weihnachtstag 1952. Nach zweijährigem Versuchsbetrieb eröffnete der damalige Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) das neue Medium, das die Zuschauer zunächst zögerlich, dann aber umso schneller und intensiver in seinen Bann zog:
Wenn man heute von Breitbild-, LCD - und Plasma-Bildschirmen , von Surroundsound-Systemen und vom digitalen, interaktiven Fernsehen mit seinen vielfältigen Möglichkeiten spricht, so zeigt dies, welch ungeheure Entwicklung - vom Programmangebot ganz abgesehen - dieses neue Medium allein auf der Geräteseite im vergangenen halben Jahrhundert genommen hat.
Einen ersten richtigen Schub erhielt das Fernsehen übrigens schon wenige Monate nach der Einführung, genau am 2. Juni 1953. Als erste internationale Direktübertragung wurden die Krönungsfeierlichkeiten für Elisabeth II. übertragen. Einen zweiten Höhepunkt erlebte das Fernsehen ein Jahr später mit der Fußball-Weltmeisterschaft in Bern. 1955 gab es in Deutschland bereits 200.000 angemeldete TV-Geräte. Auch die Technik entwickelte sich rasant weiter. 1954 waren die ersten Kabel-Fernbedienungen auf den Markt gekommen, 1959 gab's die ersten drahtlosen Ultraschall-Fernbedienungen. Inzwischen (1957) hatte die Zahl der Fernsehteilnehmer in der Bundesrepublik die Millionengrenze überschritten.
1963 bekam das "Erste" Konkurrenz. Am 1.4. begann das ZDF mit der Ausstrahlung seines Programms. In diesen Jahren explodierte die Zahl der Zuschauer. 1964 wurde bereits das zehnmillionste Fernsehgerät angemeldet.
Drei Jahre später - genau am 25. August 1967 - fiel während der 25. Großen Deutschen Funkausstellung in Berlin der Startschuss für das Farbfernsehen. Ab 1975 kamen die TV-Geräte serienmäßig mit Fernbedienungen auf den Markt. 1977 startete der Videotext. Ein Jahr später sorgten die ersten Bildschirmtext-Signale in Deutschland für Aufmerksamkeit. 1981 eroberte sich die Stereophonie das Fernsehgerät.
Mit dem Kabelpilotprojekt Ludwigshafen/Vorderpfalz wurden Anfang 1984 erstmals private Programme über Kabel ins Haus gebracht. Den Anfang machte Sat 1, einen Tag später folgte RTL mit bundesweitem Programm. Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre erschienen dann PRO 7, Premiere, der Kabelkanal, n-tv und das Deutsche Sportfernsehen auf den Bildschirmen.
Anfang des 21. Jahrhunderts lassen sich via Satellit viele 100 und über Kabel 30 bis 40 Programme empfangen. Etwas anders sieht es noch bei der Hausantenne (dem terrestrischen Empfang) aus, doch auch hier ist Abhilfe in Sicht. Die Digitalisierung der Terrestrik wird den Nutzern bald ebenfalls Programmvielfalt und TV-Mobilität bescheren (siehe auch DVB - Digital Video Broadcast)
Das Fernsehen gehört 50 Jahre nach dem Start in Deutschland zu den Selbstverständlichkeiten, und doch beginnt jetzt mit der fortschreitenden Digitalisierung eine neue faszinierende Entwicklung. Bis zum Jahre 2010 soll das Fernsehen in Deutschland endgültig digitalisiert sein; mit einer riesigen Programm- und Dienstevielfalt über breitbandige Netze, mit Video on Demand und anderen attraktiven Service-Angeboten sowie mit allen Vorteilen der wachsenden Konvergenz von Fernsehen, Telekommunikation und Informationstechnik. Auch das Internet wird im Fernseher seinen festen Platz erhalten. Last but not least wird die Interaktivität für neue Kommunikations- und Unterhaltungsformen sorgen. Fernsehen - so scheint es - wird gerade jetzt neu definiert.
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